SITUATION:
Vier Studenten treffen sich zum ersten Mal in einer Lerngruppe.
Gemeinsam sollen sie für eine Mathematikprüfung lernen. Es
herrscht eine angespannte Stimmung, weil jeder
unterschiedliche Erwartungen und Arbeitsweisen hat.
ROLLEN:
- Frau Strikt: Sie ist sauer, weil sie über eine Stunde warten musste, bis alle da waren. Sie äußert Kritik sehr direkt und manchmal aggressiv.
- Herr Empfindlich: Er ist genervt, weil niemand ihn an den Termin erinnert hat und weil keine Pausen in der Lerngruppe gemacht wurden.
- Frau Unzuverlässig: Sie ist gut gelaunt zu spät gekommen, hat viel geredet und gefragt - aber nicht nur zu den Lernthemen. In der Diskussion hatte sie nichts beizutragen.
- Frau Unsicher: Sie war sehr nervös, hatte wenig Lust zu lernen und wollte vor allem die Leute kennen lernen. Die anderen nehmen sie nicht ernst.

Am Ende der Lerngruppe sind alle unzufrieden mit dem Verlauf der Stunde. Es gibt Unstimmigkeiten über die Arbeitsweise und die Erwartungen. Nun müssen sie gemeinsam herausfinden, was schiefgelaufen ist, und Lösungen entwickeln, damit das nächste Treffen besser verläuft. Besprechen Sie gemeinsam die Situation und erklären Sie Ihre Standpunkte, damit künftige Treffen produktiver und harmonischer werden.
Benutzen Sie die folgenden Redemittel:
Kritik
- „Ich fand es schwierig, mich zu konzentrieren, weil...“
„Es hat mich gestört, dass...“
„Ich hätte mir gewünscht, dass...“
„Ich war enttäuscht, weil...“
„Es war für mich problematisch, dass...“
Verständnis:
„Ich verstehe, dass du...“
„Ich kann nachvollziehen, dass...“
„Es tut mir leid, wenn ich den Eindruck erweckt habe, dass...“
„Ich sehe, dass das für dich schwierig war...“
Vorschläge und Lösungen:
„Vielleicht könnten wir beim nächsten Mal...“
„Ein Vorschlag wäre, dass wir...“
„Was haltet ihr davon, wenn wir...?“
„Ich finde, wir sollten unbedingt...“
„Vielleicht wäre es hilfreich, wenn...“
Einverständnis oder Kompromisse:
„Das klingt nach einer guten Idee.“
„Ich stimme dir zu, dass...“
„Ich finde, das könnte wirklich helfen.“
„Ich denke, das ist eine faire Lösung.“
„Ich bin einverstanden, wenn…“

(Kontext B2.1, S. 15)